Recyclinghof Tornesch: Mund- und Nasenschutzplicht + bitte halten Sie den Mindestabstand ein + Mehr erfahren

Stand 05.06.2020

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Kreises Pinneberg,
aufgrund der zunehmenden Auswirkungen der Corona Pandemie müssen auch wir Maßnahmen ergreifen, die wir mit Ihnen teilen möchten.

  • Ab Montag, 04. Mai 2020, gilt auf dem Recyclinghof in Tornesch-Ahrenlohe eine Tragepflicht von einem Mund- und Nasenschutz. Das Betreten des Hofes ohne entsprechenden Mund-Nasenschutz ist nicht erlaubt. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger den Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.
  • Die Entsorgung bzw. Müllabfuhr im Kreis Pinneberg findet wie gewohnt statt.
  • Alle Veranstaltungen und Führungen sind bis auf weiteres abgesagt.
  • Unsere Verwaltung ist weiterhin für Sie da. Aufgrund von Schutzmaßnahmen ist die telefonische Erreichbarkeit unseres Kundenservice aber eingeschränkt. Bitte wenden Sie sich daher via E-Mail (info@gab-umweltservice.de) an uns.

Wir berichten tagesaktuell über Facebook und Instagram über den neuesten Stand der Entsorgungssituation im Kreis Pinneberg! Wir geben unser Bestes, um die Entsorgungssicherheit trotz dieser schweren Situation aufrecht zu erhalten.

Achten Sie auf sich und bleiben Sie gesund.
Ihr Team von GAB Umwelt Service

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01. Februar 2019

Null Toleranz für wilden Müll

Null Toleranz für wilden Müll

GAB Umwelt Service, Kreis Pinneberg und die Städte und Gemeinden starten gemeinsam die Kampagne „Für einen sauberen Kreis Pinneberg“

(Kreis Pinneberg, 01. Februar 2019)

Seit 2017 hat sich die Situation an den Depotcontainer-Standorten im Kreis Pinneberg drastisch verschlechtert. Trotz enger Reinigungsintervalle sind einige Standplätze permanent komplett verschmutzt, Müll wird vor die Container gestellt und es wird zunehmend immer mehr Sperrmüll, Bauabfall und Sonderabfall abgestellt. Auch die Wertstoffe selbst werden zunehmend neben, anstatt in die Container geworfen – auch dann, wenn die Container noch nicht voll sind.

„Wilder Müll ist ein Phänomen, das wir in ganz Deutschland feststellen. Es hat in den letzten zwei, zweieinhalb Jahren massiv zugenommen“, sagte Jens Ohde, Geschäftsführer der Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (GAB).

 

270 Standorte mit Depotcontainern für Papier, Glas und Altkleider werden aktuell von der GAB im Kreis Pinneberg betreut. Die Standplatzreinigung erfolgt meist zweimal pro Woche. Zwischendurch reinigt in manchen Kommunen zusätzlich der lokale Bauhof. Aber auch die höhere Reinigungsfrequenz schafft keine Abhilfe. Die wilden Ablagerungen erfolgen oft schon wenige Stunden nach der Reinigung, häufig in der dunklen Tageszeit und insbesondere an den Wochenenden.

„Montags finden wir dann bis zu 15 m³ wilden Müll an den Hotspots vor. Das macht es uns fast unmöglich, alle Container, die im Rahmen der Tour geplant sind, zu leeren“, so Ohde.

Bei derart verschmutzten Standplätzen ist die Leerung der Container nämlich nicht möglich. Der Fahrer kann den Container nicht mehr ordnungsgemäß auf den Standplatz zurück stellen, denn die beigestellte Pappe, die Glasflaschen oder der Autoreifen (exemplarisch) kippen beim Anheben des Containers auf diesen Platz.

Ein Teufelskreis beginnt, denn durch die stehen gelassenen und überfüllten Container sammelt sich immer mehr Pappe und Glas vor den Containern. Dies führte in der Vergangenheit sowohl zu Bürgerbeschwerden als auch zu massiven Beschwerden der Städte und Gemeinden.

 

GAB Umwelt Service hat hierzu ein umfassendes Konzept „Für einen sauberen Kreis Pinneberg“ erarbeitet und den Kreis Pinneberg sowie die Städte und Gemeinden mit ins Boot geholt.

Das Konzept umfasst unter anderem die folgenden Eckpunkte:

  • Ausgestaltung der Standplätze
  • Standplatzwahl
  • Behälterauswahl
  • Abfuhrlogistik
  • Standplatzreinigung
  • Standplatzüberwachung
  • Sanktionierung von Fehlverhalten
  • PR-Kampagne
  • Online Kommunikation

Die Standorte sollten künftig dort, wo dies noch nicht geschehen ist, befestigt und eingefriedet werden. Dies ist eine Aufgabe der Kommunen und sollte bestmöglich in einem Zeitraum von fünf Jahren umgesetzt werden.

Kurzfristig werden die Containerstandplätze eine neue Beschilderung mit eindeutiger Standortbestimmung erhalten.

 

Für die Glasentsorgung wird es neue lärmgedämmte 3,3m³ Behälter geben, die im Laufe der nächsten 15 Monate ausgetauscht werden. Diese werden dann mit einem Füllstandssensor ausgestattet sein, der automatisch den aktuellen Füllstatus des Containers an die Disposition der GAB weiterleitet und eine optimierte Planung der Touren ermöglicht.

 

Im Bereich Standplatzreinigung gibt es eine Neuorganisation. Die Reinigung der Standplätze wird zukünftig mit Sperrmüllfahrzeugen erfolgen, da diese die Mengen an wildem Müll, der sich über das Wochenende ansammelt hat, besser bewerkstelligen können.

 

Von April bis Oktober werden zudem in verdichteten Gebieten die „Tatortreiniger“ auf Lasten-E-Bikes unterwegs sein.

Hierbei handelt es sich um Reinigungsteams, die für die tägliche Standplatzbetreuung zuständig sind und die Standplätze zwei Mal anfahren und reinigen.

Die „Tatortreiniger“ ist ein Projekt, das in Kooperation mit der Agentur für Arbeit/Jobcenter Elmshorn und der AWO Bildung und Arbeit umgesetzt wird.

 

Im Rahmen der Kampagne hat die GAB eine App entwickelt. Der „MüllMelder!“ soll die Kommunikation mit der GAB vereinfachen und die Informationszeiten verkürzen. Bürger können einfach ein Foto von vermüllten Plätzen senden. „Wenn Müll da ist, muss er weg. Wir kriegen das Problem nicht in den Griff, wenn wir das nicht aktiv angehen“, betont Ohde. Die App kann im App Store oder im Google Playstore herunter geladen werden.

Eine großangelegte PR-Kampagne soll zudem über Plakate, Aufkleber, Anzeigen, Faltblätter, Citylights, Social Media, Umweltbildung und Events für mehr Bewusstsein im Umgang mit Müll bei den Bürgern sorgen. Zudem informiert die Kampagnenwebsite unter www.sauberes-pinneberg.de. Es handelt sich bei der Ablage von wildem Müll um eine Ordnungswidrigkeit, die Bußgelder nach sich zieht. Darüber sollten sich die Bürger bewusst sein, die Müll einfach so in der Natur oder an einem Containerstandplatz ablegen.

„Eine gemeinsame Verfolgungs- und Sanktionierungsstrategie ist mit allen Ordnungsämtern im Kreis Pinneberg in der Abstimmung. Da werden alle Kommunen im Kreis Pinneberg einheitlich handeln“, so Jens Ohde.

 

MüllMelder! App