Im Gelben Sack steckt Zukunft

Die richtige Sortierung und Trennung der Verpackungsabfälle aus dem Gelben Sack ist der Schlüssel zur Gewinnung wertvoller Rohmaterialien und damit zum Schutz natürlicher Ressourcen. Denn nur was recycelt wird, fließt in den Kreislauf zurück und wird ökoeffektiv genutzt. Diesen Prozess optimieren wir in unserer Sortieranlage.

Daten und Fakten:

  • 23 Mitarbeiter arbeiten im Dreischichtbetrieb an 5 Tagen in der Woche
  • Die Sortieranlage besteht aus ca. 160 Anlagenteilen
  • Die tägliche Sortierungsmenge umfasst ca. 135 Megagramm Leichtverpackungen (LVP)
  • Die sortierte Gesamtmenge an LVP umfasste 2015 ca. 30.000 Megagramm
  • Die bearbeitete Gesamtmenge an Pappe umfasste 2015 ca. 3.000 Megagramm

In unserer 1991 erbauten Anlage sortieren, trennen und zerlegen wir die Abfälle aus den Gelben Säcken Schleswig-Holsteins und bereiten sie auf oder pressen sie zu Ballen. So entstehen Rohmaterialien und Endprodukte wie Weißblech, Aluminium, Papier und Pappe, Kunststoffe wie Folien, PE- und PET-Flaschen, Holz für die Spanplattenproduktion und vieles mehr. Damit beliefern wir die Industrie und helfen so mit, den Verbrauch an nicht nachwachsenden Rohstoffen wie Mineralöl stark zu reduzieren. Ein zukunftsträchtiger Weg – besonders in Zeiten knapper werdender Ressourcen!

Was passiert eigentlich ...

... mit den Gelben Säcken, die bei uns angeliefert werden?

Die Gelben Säcke aus dem Kreis Pinneberg, Teilen Schleswig-Holsteins, Bremerhaven und Cuxhaven werden bei uns in der Sortieranlage angeliefert und von den Lkw in die Annahme-Halle der AVG abgekippt. Anschließend sortieren wir die Inhalte in einem 3-Schicht-Betrieb rund um die Uhr.

Seit 2016 arbeiten wir dabei für vier Systembetreiber: DSD Der Grüne Punkt, Interseroh, ELS Europäische Lizenzierungssysteme und RKD Recycling Kontordual. Für diese Unternehmen sortieren wir geschätzte 32.500 Tonnen sogenannte Leichtverpackungen. Ungefähr 9.000 Tonnen dieser Menge kommen allein aus dem Kreis Pinneberg.

Täglich gibt unser Radlader etwa 130 Tonnen Leichtverpackungen (Gelbe Säcke?) in einen Bunker. Hier wandern sie über den Sackaufreißer mit Folientrenner und zwei Siebtrommeln weiter in die Sortieranlage.

Die Siebtrommeln unterteilen den Materialstrom in verschiedene Korngrößen. Anschließend gehen die Materialien auf die unterschiedlichen Sortierwege. Etwa 100 Förderbänder, ein Ballistik-Seperator, drei Siebtrommeln, drei Magnetabscheider, zwei Wirbelstromscheider, acht NIR-Trenner sowie mehrere Gebläse und Absaugungen unterstützten die Anlage bei der fast ausschließlich automatischen Sortierung.

Diese trennt Weißblech per Überbandmagneten, Alu mit Wirbelstromtrennern, Misch-Kunststoffe und die Kunststoffarten Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Misch-PET sowie Getränkekartons mit einem NIR-Trenner. Lediglich Folien und Hohlkörper, die größer als fünf Liter sind, werden manuell sortiert.

Nach der Sortierung holt die AVG Wertstoffe und Sortierreste schnellstmöglich ab und disponiert oder vermarktet sie.

Die Misch-Kunststoffe werden entweder wertstofflich oder energetisch verwertet. PE-Hohlkörper verschmilzt die Industrie außerdem zu einem sogenannten „Recyclat“. Dieses wird zur Herstellung verschiedener Produkte wie Kanister, Gießkannen und Rohre verwendet.

PET wird zermahlen und gründlich gewaschen. Die Kunststoffrecyclate (Flakes), dienen anschließend als Grundstoff für neue Produkte. In der Regel werden aus PET-Flaschen wieder PET-Flaschen hergestellt.

PP-Regranulate werden direkt zu neuen Produkten verarbeitet. Es entstehen z.B. Blumentöpfe, Tiefziehfolien oder Produkte für den bautechnischen und sanitären Bereich.

Getränkekartons werden zerkleinert und gewässert. Im Wasser lösen sich die hochwertigen Papierfasern vom Folie-Alu-Verbund. Der Zellstoff-Faserbrei wird dann zu Papiersäcken, Faltschachteln oder Wellpappen weiterverarbeitet. Der Restverbund geht an die Zementindustrie. Aluminium dient als Bauxitersatz. Außerdem dient die Folie als Ersatz für Heizöl als Energieträger.

Die Aluminiumindustrie schmilzt das Alu und gießt daraus Barren. Weißblech geht in Aufbereitungsanlagen und wird dort weiterverarbeitet.

Störend in der Sortierung sind u. a. Netze und Bänder aller Art wie Kartoffel- oder Gemüsenetze, Verpackungsbänder oder Videokassetten. Diese können sich um Anlagenteile wickeln.

Als Sortierregel gilt: Alles, was größer ist als eine normale Faust, kann sortiert werden. Kleinere Teile werden als Sortierreste aussortiert.

Besichtungstermine für Schulklassen

Füllen Sie einfach das folgende Formular aus und vergessen Sie bitte nicht, uns einen Wunsch-Termin zu nennen. Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Klasse in unserer Sortieranlage begrüßen zu dürfen!

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Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und gemäß Ihren Eingaben ausschließlich zweckgebunden verwendet. Sollte eine Speicherung notwendig sein, so erfolgt diese nach aktuellen Datenschutzbestimmungen.